Woran man erkennt, dass das Kind kein Kleinkind mehr ist (#BlogOuttakes)

Nach der Geburt von Wölkchen, als Wirbelwind drei Jahre alt wurde, entstand die Idee zu diesem Post, doch irgendwie habe ich es nie geschafft, ihn fertig zu stellen. Bald wird unser lieber Wirbelwind vier Jahre alt und zählt damit nun bereits seit fast einem Jahr nicht mehr zur Kategorie der Kleinkinder. Daher fällt dieser Beitrag eindeutig unter die Rubrik "Outtakes". Dennoch möchte ich ihn Euch nicht vorenthalten.

Heute könnt Ihr lesen, was man als "Nicht-mehr-Kleinkind" kann und macht, bzw. im Kleinkindalter noch nicht getan hat. Der etwas andere Blick auf die Entwicklung von Kleinkind zum Kind.




1. Der totale Durchblick

Sachen werden immer noch mit Vorliebe von A nach B verschleppt, in Kartons, Beutel oder Töpfe getan. Der Unterschied ist nun, dass die Kinder, wenn man sie darauf anspricht, wo das Objekt der Begierde denn sein könnte, eine klare Antwort erhält.

Klare Fragen werden umgehend verstanden und mit klaren Antworten kommentiert. Jetzt muss man nur noch herausfinden, was für ein Haus oder eine Blume das Kind meinte.

2. Klare Meinung

Natürlich hatten die Kinder auch schon vorher eine klare Meinung. Doch nun kann man sie schwerer ignorieren. Konnte man "damals" das Geheule und Geschimpfe als reines Bockigsein interpretieren, erzählen uns die Kinder nun ganz genau, was sie von unserem Vorhaben halten bzw. was denn noch zu ihrem Glück fehle.

"Mama, ich will nicht, dass Du das machst!"
"Ich möchte ein Eis haben. Mama, kann ich ein Eis haben? Maaaamaaaaa!"

Die kommunikative Ader ist auch im nächsten Punkt von Bedeutung.

3. Wortakrobaten

Konnte man bei Kleinkindern noch die Erwachsenenlogik triumphierend auf den Tisch packen, setzt uns nun die Kinderlogik schachmatt.

Abendbrot. Kind reibt sich Gurke über den Arm. Ich: "Was machst Du da?" Kind: "Da war Tomate dran." 😂 #Kinderlogik
— WIEBKE (@VerflixteAlltag) 29. Juli 2015
Ich: "Heut wird es heiß." Kind: "Heute? Da müssen wir uns warm anziehen!" #Kinderlogik
— WIEBKE (@VerflixteAlltag) 22. Juli 2015

Oder auch:
Ich schau mit dem Kind (3) ein Wimmelbuch an u. rufe "Schau mal, da sitzt ein Hase auf dem Pferd!" Kind: "Ja das kann schon mal passieren."
— WIEBKE (@VerflixteAlltag) 24. Juli 2015

4. Sinn für Stil

Spätestens jetzt entwickeln Kinder einen Sinn für Stil. Sie wollen bei der Kleiderwahl mitreden, haben genaueste Vorstellungen darüber, wie ihre Haare drapiert werden sollen, und welchen Körperschmuck (Stichwort: Armband, Tatoos, Ringe, Nagellack) sie tragen wollen. Und das Wichtigste: sie können diese Dinge auch selber an sich anbringen. Nicht immer zur Freude der Eltern. Kaum in ihrem Zimmer verschwunden, tauchen sie mit Kleid und Krone wieder auf oder bemalen sich ein wenig selbst - so viel zum Thema Körperschmuck ;-)

5. Sportlich, sportlich

Sie werden echt geschickt, die Kinder. Inzwischen sind sie motorisch so versiert, dass sie die komfortable Kletterhöhe auf dem Klettergerüst locker verlassen und den Eltern einen Herzraser mehr verschaffen. Sätze wie "Schau mal, was ich mache!" oder "Guck mal, wie hoch ich bin", gehören als Mutter nicht zu den beliebtesten auf dem Spielplatz.

6. Volle Körperkontrolle?

Nicht nur die Kontrolle über den Körper im Ganzen, sondern auch in Hinsicht auf den Schließmuskel, wird größer. Windel sind, zumindest tagsüber passé. Dass dennoch ab und an etwas in die Hose geht, liegt wohl er am vertieften Spielen, als an der Fähigkeit die Blase zu kontrollieren.

7. Phantasie

Kinder haben so viel davon: Phantasie. Nach dem Ende des Kleinkindalters sprühen sie nur so vor Kreativität. Da stecken Monster unter dem Bett und Feen in den Bäumen. Da wird aus drei Stöckchen ein knisterndes Lagerfeuer oder aus fünf Steinen ein luxuriöses Picknick. Die Kinderküche wird stundenlang bespielt, es wird sich verkleidet oder mit einem Phantasie-Freund geredet. Kinder denken sich ihre Welt bunt, so herrlich bunt.

8. Schauspieler

Und sie lernen sich in andere Personen hineinzuversetzen. Das ist die Grundvoraussetzung für echte Schauspieler. Sie schlüpfen in die lustigsten Rollen, werden Cowboys, Prinzessinnen, Schwimmlehrer oder Babys. Und manchmal, da werden einfach die Eltern nachgemacht. Schimpfen wir wirklich so viel?

Fallen Euch noch weitere Merkmale für "Nicht-Kleinkinder" ein? Dann her damit!

Eure Wiebke

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