Der 8. Monat - es geht voran!

Mein Wölkchen ist nun ein richtiges "Maxi-Baby". Sie liegt nicht mehr hilflos herum und schreit sofort los, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Man kann viel besser auf sie eingehen, weil sie mich und ihre Umwelt viel besser versteht. Sie ist ein Baby, das sich durch die Gegend bewegt, lacht, schäkert, Unsinn treibt und die Welt entdeckt. Es ist so schön, sie wachsen zu sehen, sie gackern zu hören, sie in ihrer Neugier zu begleiten
Acht Monate ist sie nun alt, Zeit also für ein kleines Monatsresümee, wie immer zunächst allgemein, dann speziell auf Wölkchen gerichtet.  

Motorische Entwicklung

Lehrbuchentwicklung

Babys lernen nun sich vom Bauch auf den Rücken zu drehen. Es beginnt mit dem Robben, d.h. es stößt sich in der Bauchlage mit den Füßen ab und bewegt sich rückwärts. Es kann sich an einem Möbelstück in den Kniestand hochziehen. Es greift nach seinen Zehen und spielt damit. Das Baby kann alleine sitzen, wenn es sich nach vorne abstützt.
Es hebt Kopf und Schultern beim Ziehen an den Händen aus der Rückenlage.
Es spielt gerne in Bauch- und Seitenlage und greift nach oben in die Luft nach Spielsachen. Es wechselt einen Gegenstand von einer in die andere Hand. Es beginnt, kleine Gegenstände mit Mittel- und Zeigefinger und Daumen zu ergreifen. Es beginnt, Nahrungsmittel aus der Hand zu essen und aus einer gehaltenen Tasse zu trinken. Auch lernt das Baby mit etwa acht Monaten zu klatschen.

Entwicklung von Wölkchen

Grobmotorisch hat sich im letzten Monat sehr viel getan. Gedreht hatte sie sich schon ein Weilchen (5. Monat), allerdings verstand es Wölkchen noch nicht ihre Fähigkeit gezielt einzusetzen, um von A nach B zu kommen. Es war eher ein Zufall, wo sie landete. Und das meist recht unsanft unter dem Couchtisch oder an der Tür. Auf jeden Fall lag sie NIE auf ihrer Krabbeldecke. Noch so eine unsinnige Erfindung. Auch jetzt versteht sie es noch nicht das Rollen richtig einzusetzen, dafür übt sie sich nun fleißig im Robben. Nach Hinten geht es schon sehr gut und, sofern das Objekt der Begierde auch reizvoll genug ist, zieht sie sich mit ihren Armen auch nach Vorne. Bislang werden allerdings eher Zentrimeter als Meter zurückgelegt.

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Den Hand-Beckenstütz zeigt sie inzwischen sehr oft, sogar in den Vierfüßler geht sie ab der 34. Woche immer häufiger hoch. Interessant ist hierbei, dass sie gerne dabei die Beine durchstreckt, als wolle sie Liegestütze machen. Sport frei!


Frei sitzen, geschweige denn selber in die Sitzposition gehen, kann sie noch nicht. Setzt man sie auf ihren süßen Popo, schwangt sie noch ordentlich umher. Mal sehen, im nächsten Monat können wir sie bestimmt endlich in den Hochstuhl setzen.
In den Kniestand kann sich Wölkchen noch nicht hochziehen.

Feinmotorisch ist sie sehr geschickt geworden. Den Pinzettengriff beherrscht sie nun. Leider. Nun ist mir erst einmal bewusst, wie viel Flusen in unserer Wohnung herumliegen. Denn wirklich JEDE hatte Wölkchen entdeckt. Kurz herangerobbt, zwischen die Finger genommen und ab in den Mund. Ich will gar nicht wissen, wie viel davon bereits in ihrem Bäuchlein gelandet sind. 
Das Baby beherrscht nun den Pinzettengriff.

*Mit Staubsauger in der Hand gesendet.
— WIEBKE (@VerflixteAlltag) 25. Januar 2016

Sie kann weder klatschen noch winken. Allerdings lacht sie begeistert, wenn wir ihr zuwinken. 
Sie kann rasseln, zwei Gegenstände aneinander hauen oder mit einem Spielzeug auf den Boden klopfen. Hauptsache es macht Geräusche.
Spannend finde ich auch, dass sie bevorzugt die linke Hand benutzt, um sich Essen oder Spielzeug in den Mund zu stecken. Mir ist klar, dass man noch lange nicht sehen kann, ob das Kind einmal Linkshänder wird. Aber in vier Jahren kann ich vielleicht sagen: "Ich hab`s gewusst!" ;-P

Derzeitige Lieblingsbeschäftigung ist das Ausräumen des Memoriespiels, das hier unten abgebildet ist. Wenn sie nicht gerade die Holzteile genüsslich anschlabbert, schleudert sie den Holzkasten gerne im hohen Bogen über ihren Rücken, um ihn zu entleeren. Sehr effektiv.

 
     

Sensorische und psychische Entwicklung

Lehrbuchentwicklung

Das Baby beginnt nach Spielsachen zu suchen, die man vor seinen Augen versteckt hat. 
Es versteht allmählich den Sinn einzelner Wörter, wie z.B. "nein", auch wenn es nicht immer sofort darauf reagiert. Auch auf seinen eigenen Namen reagiert es mit Kopfwenden oder Aufblicken auf Ansprache. Bei heruntergefallenem Spielzeug wird das Baby wahrscheinlich mit dem Finger darauf zeigen und so lange quengeln, bis man es wieder aufhebt. 
Im achten und neunten Monat tritt das Fremdeln auf, bei welchem sich das Baby gegenüber fremden Personen ängstlich verhält. Erste Anzeichen hierzu können bereits im sechsten Monat auftreten. Mit etwa zwölf Monaten nimmt die Angst wieder ab. 
Des Weiteren lächelt es sein Spiegelbild an. Der Spiegel wird umgedreht, um nach der Person hinter dem eigenen Spiegelbild zu suchen.

Entwicklung von Wölkchen

Ja, sie sucht nach Spielsachen, die man vor ihr versteckt, beispielsweise nach Gegenständen unter einem Becher. Auf ihren Namen reagiet sie auch. Bislang hat sie mich noch nicht gebeten Spielzeug aufzuheben. Allerdings fängt sie an ziemlich ordentlich zu quengeln, wenn etwas nicht so läuft, wie sie es sich vorgestellt hat. Und damit zeigt sie schon sehr deutlich, dass sie schon so Einiges versteht. Letztens habe ich ihr beispielsweise Brei gefüttert. Als das Glas alle war, meinte ich "Alle". Sie jaulte daraufhin auf, weil sie noch mehr haben wollte. Das sind Seiten an ihr, die ich bislang noch nicht kannte.

Auch in anderen Dingen zeigt sie ein hohes Verständnis, beispielsweise für Muster. Ein paar Mal habe ich die Krabbelspinne gemacht, habe meine Hand über ihr auf und abbewegt und sie anschließend gekrabbelt. Wenn ich nun die Hand allmählich sinken lasse, dann dreht sie sich bereits zur Seite, schließt die Augen und gackert los, weil sie weiß, was gleich kommen wird.   
 
Wenn man ihr einen Spiegel vorhält, dann versucht sie dahinter zu schauen. Es ist so süß anzuschauen, wie sie ihr Köpfchen neigt!

Sie versucht bereits mit ihren Möglichkeiten unsere Sprache zu imitieren, spricht ganze Sätze auf Dadada bababab. Wenn ihr etwas nicht passt, dann lässt sie gerne ein "Mamamam" von sich. Als sie letztens nach dem Mittagsschlaf alleine aufwachte, rief sie "Mama". Klar war das ein Zufall. Aber sie kam mir in dem Moment so groß vor.

Gefremdelt hat sie ja schon eher. Das macht sie weiterhin. Fremde Leute lächelt sie zwar gerne an, aber nur im sicheren Arm von der Mama ;-) Sobald man sie an die fremde Person übergibt, wandelt sich das Lächeln in ein Schreien und Schluchzen. Sogar Papa ist abgeschrieben, wenn ich komme. Dann streckt sie die Arme aus und zeigt mir, dass sie zu mir möchte.   

Körperliche Entwicklung

Lehrbuchentwicklung

Gewichtszunahme und Wachstum verlaufen in einem geringeren Ausmaß als in den vergangenen Monaten. Mädchen haben mit acht Monaten durchschnittlich ein Gewicht von 7,9 kg und eine Größe von 69 cm.

Entwicklung von Wölkchen

Nachdem Wölkchen vom sechsten zum siebten Monat kaum an Gewicht zugelegt hat, ist sie nun deutlich schwerer geworden. 7,5 Kilogramm verteilen sich auf 73 cm Körpergröße. Damit ist Wölkchen ein halbes Kilo leichter und drei Zentrimeter kleiner als Wirbelwind zur gleichen Zeit.
Die Haare wachsen und sind inzwischen so lang, dass Wölkchen sich selber an den Haaren ziehen kann. Es ist ein wirklich süßer Anblick, wie sie mit ihren kurzen Ärmchen an ihren Kopf fässt und überlegt, was das da oben sein soll.
Die Füße sind 11 cm lang. 
 

Sonstiges

Essen

Beim Essen wird inzwischen viel ausprobiert. Neben Brei hat Wölkchen auch schon Brot, Brötchen, Dinkelstangen, Zucchini, Brokkoli, Pommes, Rosenkohl, Kohlrabi, Pizzarand, Reis und Nudeln probiert
Besonders Brot/Brötchen stehen hoch im Kurs. Es ist wirklich sehr praktisch, wenn Wölkchen unterwegs Hunger bekommt. Dann pule ich das Innere eines Brötchens heraus und stecke es ihr Häppchenweise in den Mund. So schnell kann ich gar nicht nachladen, wie sie wieder den Mund öffnet. Kleiner Vielfraß. Aber auch selber nimmt sie das Brot in die Hand und beißt ganz bewusst ab.
Überhaupt ist sie derzeit sehr hungrig. Deshalb bekommt sie nachts eine Flasche mit 150 ml. Und auch tagsüber biete ich sie ihr morgens und nachmittags an. Darüber hinaus gibt es Mittags- und Abendbrei. Ansonsten darf sie, wie oben beschrieben, alles, was nicht zu stark gewürzt ist probieren und wird von mir gestillt. 
Und eine Sache macht sie noch: sie schlabbert mit Vorliebe Wasser aus einem kleinen Glas. Das ist bislang zwar noch eine riesige Sauerei, weil die Hälfte daneben läuft, aber sie liebt es. 


Schlafen

Tagsüber macht sie nur noch zwei Schläfchen. Waren es im letzten Monat noch drei, hat sich ihr Bedarf nun drastisch reduziert. Nachmittags war sie nur noch schwer zum Schlafen zu bewegen, und so lassen wir das einfach weg. Sie schläft nun vormittags ca. eine Stunde (meist unterwegs in der Manduca) und dann macht sie Mittagsschlaf, für gewöhnlich 1 und 1/4 Stunde, im Bett. Von 14 Uhr bis zum abendlichen Zubettbringen, das für gewöhnlich 18:30 Uhr ist, ist sie dann wach. Das sind 4 1/2 Stunden, manchmal sogar fünf. Jedoch klappt es erstaunlicherweise ganz gut.
Nachts schläft sie nach dem Zubettbringen (ca. 19 Uhr) 3 Stunden, wacht also gegen 22 Uhr wieder auf. Als ich noch komplett gestillt hatte, meldete sie sich ab da alle zwei Stunden, gegen Morgen stündlich, bis sie 6:00 komplett wach war. Nach der Flasche schafft sie vier Stunden am Stück.
Nachts schläft sie mit Nuckel und Schmusetuch in ihrem Bettchen. Zum Stillen/Flaschegeben nehme ich sie raus und lege sie hinterher wieder zurück in ihr Bett.
Aber das Schönste, was ich zum Thema Schlafen zu sagen habe: ich habe sie nun schon mehrmals im Schlaf lachen hören. Das scheinen ja sehr schöne Träume zu sein, die sie hat.


Und zum Schluss noch Wölkchens Steckbrief zum Ende des achten Monats:


Eure Wiebke    


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