Zerstört das Bloggen die Beziehung?

Ihr lieben Bloggerinnen und Blogger, sicherlich kennt ihr das auch. So einen Blog zu führen, zu gestalten, aktuell zu halten und bekannt zu machen, das ist viel Arbeit. Arbeit, die man als (nichts zwangsläufig) erwerbstätige Mutter nicht immer hat. Und so wird auch mal etwas von der wertvollen Zeit mit dem Partner abgezwackt, um an einem Post zu schreiben oder die Beiträge anderer Blogger zu durchstöbern. Und das kann schnell zu Konflikten führen. Der Partner möchte schließlich auch beachtet werden und nicht hinter irgend einem blöden Online-Tagebuch die zweite Geige spielen. Was steckt dahinter und was kann man für die Beziehung tun?

So sehen viele Situationen bei bloggenden Mamas mit Partner aus

So oder so ähnlich könnten sich all abendlich die Szenen abspielen: sobald das Kind im Bett ist, schaltet der Mann den Fernseher an. Die Frau setzt sich daneben und schaut etwas mit. Doch schon bald juckt es ihr in den Fingern und sie klappt den Laptop auf. Dabei geht es ihr nicht nur ums Schreiben, sondern auch um das Lesen. Lesen, was die anderen Blogger und Bloggerinnen so erzählen, Kontakt halten und aktuell bleiben. Und so sitzt das Pärchen die nächsten zwei Stunden da. Er produziert Geräusche mit der Fernbedienung, sie mit den Klack-Geräuschen der Tastatur. Geredet wird kaum. Der Mann macht der Frau Vorwürfe, weil sie schon wieder vor dem PC sitzt und so laut auf die Tastatur einhämmert, dass er kein Wort im Fernseher versteht. Die Frau bittet wiederum den Fernseher leiser zu stellen, damit sie sich besser beim Schreiben und Lesen konzentrieren kann. 
Ironischerweise würde die Zweisamkeit ohne das Bloggen ähnlich aussehen: beide würden auf dem Sofa nebeneinander sitzen und fernsehen. Kurzum: die Kommunikation untereinander wäre keine andere.


Auf Ursachensuche

Warum gibt es Partner, die mit der Bloggerei auf dem Kriegsfuß stehen? Ein Erklärungsversuch.
Die Bloggergemeinschaft ist nicht zu unterschätzen. Susanne Mierau beispielsweise, vom Blog "Geborgen Wachsen" betont, dass durch die Bloggenden Eltern ein Online-Clan entsteht, eine neue Form der Vergesellschaftung. Ich stimme dem zu. Auch ich halte mit meinem Blog den Schlüssel zu einer einzigartigen Gemeinschaft in meinen Händen. Es ist wie eine andere Welt, wie Alice im Wunderland schaue ich hinein in die bunte und zunächst fremd anmutende Welt hinein. Doch bald schon lerne ich diese Gemeinschaft zu schätzen. Ich kenne inzwischen zahlreiche BloggerInnen, von denen ich nicht nur den letzten Post, sondern auch die Geschichte dahinter kenne. Man liest nicht nur Worte von fremden Menschen, nein, man liest Worte von Freunden. Ist das zu vermessen, zu behaupten die Menschen am anderen Ende, irgendwo in Deutschland oder in der Welt verstreut seien Freunde? Was tun Freunde? Sie geben Halt in schwierigen Situationen. Sie geben Rat, wenn man Hilfe braucht. Sie bringen einen zum Lachen. Sie spenden Zeit in Zeiten der Einsamkeit. Und genau das gibt mir die Bloggergemeinschaft. Sie spendet mir Kraft, Zerstreuung, Freude, Spannung, Abwechslung, Action, Wissen, Glück. Sie ist meine Einschlafhilfe, mein Therapeut, mein Lebenscoach. Sie ist mein Abenteuer, mein Nervenkitzel, mein Extremsport in der virtuellen Welt. Das Bloggen ist wie eine neue Liebe.
Und hier ist das Problem: wenn es um Liebe geht, möchte der Partner nicht teilen. Es reicht schon, dass er durch das Kind weniger Aufmerksamkeit erfährt oder sogar mit seiner Autorität untergraben wird, eben weil die Mutter am Anfang doch sehr dominant ist in der Dreiecksbeziehung Mutter-Vater-Kind. Und nun kommt ein weiterer Dorn, der sich zwischen diese noch wackelige neue Dreierkonstellation quetscht: der Blog. 
Vielen Vätern ist er suspekt, weil sie nicht verstehen, was dahinter steckt, warum die Frau so viel Zeit hinein investiert und es ihr auch noch so viel Freude bereitet. ER ist doch der Mann im Haus, der die Frau "befriedigen" soll, der die Macht hat über alles, was darin vorgeht. Doch diese Macht gibt er ab, an ein unbekanntes, nicht fassbares Wesen. Klar, dass hier Unverständnis, Eifersucht, Machtgerangel und Gereiztheit folgen.

So hält man den Partner bei Laune

Was kann man also tun? Wie soll man sich dem Partner gegenüber verhalten? Wenn das Bloggen aufzugeben keine Lösung ist, man den Partner natürlich auch nicht verlieren möchte, müssen andere Alternativen her. Und diese Lösung heißt: an der Beziehung arbeiten. An der Beziehung zum Partner, und an der Beziehung des Partners zum Bloggen. 

Wie kann man also das Bloggen in positiverem Licht darstellen bzw. seinen Partner besänftigen? Hier nun also die Ideen, Partner und Bloggen bessern in Einklang zu bringen:
   

Vielleicht habt Ihr ja auch noch Ideen!
Wie macht Ihr das so? Gibt es bei Euch ab und an Streit zum Thema Bloggen? Bezieht ihr Eure Männer in das Bloggen ein?


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