„Ich bin dann mal Mama“ - eine Buchvorstellung mit Gewinnspiel



Als ich hörte, dass Collien Ulmen-Fernandes ein Buch über ihr Mama-Sein geschrieben hat, wurde ich sofort neugierig. Noch interessanter wurde es für mich als ich erfuhr, dass ihr Kind, ein Mädchen, nur etwas älter war als mein Exemplar. Soso, eine Prominente schreibt über die Welt als Mutter. In jedem Fall fand ich es spannend, wie sie das gelöst hat. Welche Themen sie anspricht, was sie für wichtig erachtet. Was sie bewegt. Was sie erlebt. 

Und so habe ich nicht gezögert und sofort den Kösel-Verlag angeschrieben. Eine freundliche Mitarbeiterin erklärte sich sofort bereit mir zwei Exemplare zuzusenden: eines für mich, um Euch hier über das Buch zu berichten, und ein weiteres für Euch (dazu später mehr).




Das steht drin

Und wie ist das Buch nun? Zunächst so viel: es hat mich gefesselt, in nur zwei Tagen habe ich es durchgelesen. Und das will etwas heißen, wo ich doch nur abends zum lesen komme. Es ist spannend geschrieben, facettenreich und bildhaft. Als Mutter kann man sich sofort in die Lage der Autorin hineinversetzen. Bereits der Prolog spricht mir aus der Seele, nur dass ich auf Arbeit nicht vor der Kamera, sondern vor dem Monitor sitze, und mein Kind statt der Ente ihren Schmusehasen heiß und innig liebt.

Nur an zwei Dinge musste ich mich erst gewöhnen: zum einen an die Erzählweise, die teilweise etwas sprunghaft und im Sinnzusammenhang zerstückelt ist, zum anderen an die ab und an doch „gewaltige“ Wortwahl. Die Autorin nimmt kein Blatt vor dem Mund, ohne Scheu davor mit ihren Vergleichen anzuecken. Bei dem Satz „Wenn ich ein paar Stunden von meiner Tochter weg bin, fühle ich mich wie ein Heroinabhängiger auf Entzug“ musste ich doch erst einmal schlucken. Vielleicht nicht jedermanns Sache.

Gut gefällt mir die Idee die Kapitel durch Interviews aufzulockern, wie beispielsweise die Gegenüberstellung von Eva Herrmanns und Sonja Eismanns konträren Sichtweisen zur Bedeutung von Frauen und Müttern in der Gesellschaft. Die Fragen sind geistreich und überlegt. Besonders die Interviews mit der Sprachwissenschaftlerin oder der Erziehungsexpertin finde ich interessant und lehrreich. Suchtprävention als Thema ist mir als Mutter eines zweijährigen Kindes jedoch zu fern. Schade ist außerdem, dass die Interviews weitestgehend unkommentiert bleiben.

Insgesamt zeugt das Buch von Tiefgang. Es ist deutlich gedankenvoller als Mittermaiers „Achtung Baby“, wenngleich nicht so lustig. Es bringt den Leser zum Nachdenken, es regt an, es provoziert. Es bietet ein breites Potpourri von Themen und einen kleinen Einblick in die Welt einer jungen Mutter mit ihren Ängsten und Gefühlen. 

Für alle jungen Mütter ist es aus meiner Sicht ein interessantes Buch, das zu unterhalten weiß.

Und nun könnt ihr es gewinnen!

So, jetzt habt Ihr meine Meinung gehört und könnt nun selber Eure Meinung dazu bilden. Denn ich verlose ein niegelnagelneues Buch. Was Ihr dafür tun müsst? Nicht viel.


Das Gewinnspiel geht eine Woche. Das heißt am Dienstag, den 10.6.201 um 20 Uhr ist der Spuk vorbei. Euch viel Glück und nun viel Spaß beim Mitmachen!

Eure Wiebke

Labels: