Von Blumenmädchen, Brautkleidern und Co.



Oder: Wenn man nicht weiß, was man an Weihnachten der Liebsten schenken soll, schenkt man eben einen Ring!

Ja, er hat es getan. Bislang lebte ich mit meinem Freund in wilder Ehe. Doch jetzt kehrt endlich Ordnung ein: er hat mich tatsächlich gefragt, an Heiligabend. Eine Freundin meinte hinterher: „Na, wenn einem sonst nicht einfällt, was man schenken könnte, …“. Ich muss zugeben, besonders kreativ war mein Freund (ach so, jetzt muss ich ja sagen: Verlobter) mit den Geschenken nie. Meistens gab es einen selbst gebackenen Schichtkuchen. Damit war er auf der sicheren Seite. Seeeehr lecker. Naja, ich habe ihm im Gegenzug ein Fotobuch geschenkt, mit den schönsten Bildern des vergangenen Jahres. Auch nicht sonderlich kreativ, nach dem dritten Jahr in Folge. Das Ganze habe ich noch gekrönt mit einem superkitschigen Weihnachtspullover. Zu meiner Verteidigung: er hat durchklingen lassen, dass er so etwas ganz lustig findet. Also zog er ihn pflichtbewusst an, trottete dann zur Tür hinaus, um mir mein Weihnachtsgeschenk zu überreichen: eine selbstgebastelte Ringbox. Dann stand er stotternd vor mir, mit einem überdimensionalen Schneemann auf der Brust, und vergaß seinen zuvor sorgsam zurechtgelegten Text. Als ich mir dann nicht sicher war, ob er mir nur Schmuck schenken oder einen Heiratsantrag machen wollte, meinte ich zu ihm: „frag mich einfach“. Er tat es und ich sagte ja. Nicht sonderlich romantisch, aber dennoch sehr emotional.
Die nächsten Tage tauchten wir ein in die Welt von Brautkleidern, Standesämtern, Ringen, Hochzeitslokations usw. Es gibt ja so viel zu organisieren. Ich als Königin der Listen habe da die nächsten Wochen einiges zu tun: Gästeliste, Zeitablaufplan, To-Do-Liste, … Vielleicht sollte ich dazu einen neuen Blog erstellen?!
Nächstes Jahr ist es dann so weit, dann darf unser Wirbelwind Blumenmädchen spielen. Dann wird sie etwas über zwei Jahre alt sein. Ich hoffe diese Verantwortung wächst ihr nicht über den Kopf und sie albert nicht herum. Ich habe schon das Bild im Kopf, wie sie stur in der Ecke steht und partout nicht den Gang entlanglaufen und Blumen streuen möchte, wie sie im anderen Extrem die Gäste mit den Blüten bewirft oder sich auf den Boden setzt und die Blumen aufmampft und die 200 Gästeaugen nur auf sie gerichtet sind, nicht auf das Brautpaar. Da muss ich mir doch eigentlich keine Sorgen machen, welches Kleid ich trage, es schaut ja eh keiner hin. Ich sehe schon: ich brauche mich gar nicht so zu stressen. Wichtig ist nur, dass der Boden sauber und die Blumen frisch sind. :-)
Es wird in jedem Falle ein aufregendes Jahr 2014.

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