"Wenn der Ofen einmal heiß ist!"



Die Antwort bekam ich letztens zu hören, als ich zu einer wieder schwangeren Bekannten den - zugegebenermaßen blöden - Kommentar abließ: „Da habt ihr aber schnell nachgelegt!“. Ihr erstes Kind war knapp ein Jahr alt. Dass es auch kürzer geht, bewies mir eine Freundin, die bereits nach zwei Monaten wieder schwanger wurde. Dass das körperlich überhaupt möglich ist! Ihre beiden Kinder wurden innerhalb von einem Jahr geboren und werden heute oft als Zwillinge verwechselt. „Das ist doch toll, da können die beiden miteinander spielen“, hört man die Mütter oft sagen, die die Familienplanung in so kurzer Zeit erledigt hatten. Und: „Man ist da einmal drin.“ Oder: „Die Babysachen sind ja da, warum warten.“ Und eines muss ich zugeben: wenn man zu viel schöne Namen gefunden hat, und einem Namen hinterhertrauert, der an die 5 Vornamen des ersten Kindes einfach nicht mehr dran passen wollte, dann ist so ein zweites Kind in so kurzer Zeit doch sehr praktisch ;-)

Ich möchte in jedem Fall ein zweites Kind, aber ich möchte die Schwangerschaft und das junge Mutterglück genießen können, so wie beim Ersten, und nicht in Windeln, Flaschen und schlaflosen Nächten ersticken. Mein idealer Abstand sind vier bis fünf Jahre. Sechs Jahre sind wieder zu viel, weil die Kinder dann wirklich zu weit auseinander sind, um noch etwas miteinander anfangen zu können und zudem dann die Geburt auf das Jahr des Schulanfangs des großen Kindes fällt. Das wäre dann doch etwas stressig. Mit vier Jahren können die großen Geschwister viel besser verstehen, was es mit dem Baby auf sich hat, und (wenn man Glück hat) auch besser begreifen, warum die Mama jetzt eben nicht mit einem spielen kann, sondern da auf dem Sofa mit freigelegter Brust herumliegt. Man muss nur bei einem Kind die Windel wechseln, nur ein Kind füttern. Das andere ist schon selbstständig genug, damit das Ganze nicht in einer Vollzeit-Mama-Beschäftigungsmaßnahme ausartet. Und mal im Ernst. Mein Kind schläft erst seit einem halben Jahr durch, und das Durchschlafen bedeutet in diesem Fall, dass sie gegen fünf oder sechs Uhr morgens wach wird und sich auch nachts ab und an noch meldet. Zum Ausschlafen komme ich daher noch selten. Ich merke, wie das schlaucht und hoffe die nächsten zwei/drei Jahre wieder mehr Erholung zu bekommen, um dann gestärkt und ausgeschlafen dem neuen Familienmitglied entgegenzutreten.

Wie seht ihr das? Was für Erfahrungen habt Ihr gemacht? Mir ist schon klar, dass diese Frage bei vielen (im wahrsten Sinne des Wortes) eine Bauchentscheidung ist. Aber ich bin ein Kopfmensch und muss eben alles durchdenken!

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